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Trauer verbindet

Trauer hat oft keinen Ort: kein Grab, keinen Platz des Erinnerns. Vor allem Menschen mit vielfältigen Verlusterfahrungen, wie Migranten und Flüchtlinge, sind davon betroffen. Der interkulturelle Trauerort des Hospiz-und Palliativzentrums Horizont im Herzen der Stadt Singen will der Erinnerung und den Gedanken einen geschützten Raum geben – für neue Hoffnung, Zuversicht und Trost. Ein Zentrum, das bewusst in die Stadtmitte geplant wurde. Mitten hinein ins Leben, in Geschäftigkeit, Hektik und in den gelebten Alltag, wie ihn alle kennen.

Der Trauerort Horizont ist ein Ort:

  • Für Menschen, die jemanden verloren haben, der ihnen nahe stand.
  • Für Menschen, deren Tage dadurch oft Wolken verhangen und dunkel erscheinen.
  • Für Menschen, die sich von Liebgewonnenem verabschieden mussten.
  • Für Menschen, die gerade Abschiede erleben oder Verluste erfahren, das kann die Trennung vom Partner sein oder der Verlust des Arbeitsplatzes oder die Verabschiedung von körperlichen oder geistigen Fähigkeiten.
  • Abschied, Tod und Trauer halten sich nicht an Regeln. Sie klammern niemanden aus.

 

Eine „besondere“ Pause

Im Juni und Juli bieten die Ehrenamtlichen des Trauerortes Horizont eine Mittagspause am Trauerort an. Immer mittwochs von 12 -13 Uhr sind zwei Ehrenamtliche als Ansprech- bzw. Gesprächsperson vor Ort sein, um mit Ihnen bei Bedarf ins Gespräch zu kommen.

Gerne bieten wir Ihnen auch eine Führung am Trauerort Horizont an - sprechen Sie uns an!

Kontakt

Elisabeth Paul

Interkultureller Trauerort

Mail: mail@trauerort-horizont.info
Tel: 07731 969 70 -790

Das Trauerzeichen

Der Kreis symbolisiert unseren Lebensweg, der sich rundet, sich jedoch nicht schließt. Sowie das Leben selbst, das jederzeit abbrechen, enden kann und sich dabei gleichsam öffnet. Das LEBEN ist voll von Gefühlen, Menschen, Begegnungen, Erfahrungen, Erinnerungen, Farben, Klängen, Düften, Wärme, Hoffnung und Arbeit. Leben braucht Luft, Feuer, Wasser und diese Erde. Auch Krisen und Verluste gehören zum LEBEN. Zeiten des Abschieds und der Trauer nehmen sich Raum und wir spüren plötzlich: TRAUER IST. In diesen Zeiten hört das LEBEN nicht auf. Es ist nur überdeckt, überschattet von der Trauer, die beachtet sein will. Meist erkennen wir erst später, dass sich unser LEBEN dadurch verändert, gewandelt hat - anders geworden ist. Wir leben und können das Leben mit allen Facetten (wieder) wahrnehmen, spüren. Doch die Trauer hat Spuren hinterlassen, begleitet uns still, wir leben mit ihr.

 

Trauer verbindet

Abschied, Sterben, Tod und Trauer sind kulturunabhängig und generationenübergreifend. Oft fühlen wir uns besonders im Schmerz miteinander verbunden – Begegnung und Dialog werden möglich. Der Trauerort Horizont: ein Ort des Miteinanders. Solch ein Ort des Miteinanders tut dem Einzelnen, unserer Gesellschaft, unserer Stadt gut. Einander sehen, aufeinander zugehen, miteinander reden, verstehen, was den anderen bewegt, Vielfalt erkennen. Und so bietet der Trauerort Horizont auch eine Chance für Integration, für Gemeinschaft und vor allem dafür, das Erlebte tragen zu lernen.

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Gefördert durch:

Corona-Pandemie

Die Gesundheit und die Sicherheit von alten und pflegebedürftigen Menschen, Kindern und ihren Familien, Menschen in Not sowie Menschen mit einer Behinderung stehen für uns als Horizont gGmbH an erster Stelle. Daher beobachten wir die Corona Pandemie sehr aufmerksam und passen unsere Sicherheitskonzepte und Schutzmaßnahmen immer aktuell an. Wir von Horizont werden alles dafür tun, dass wir Ihnen weiterhin eine gute, verlässliche und sichere Hilfe und Unterstützung anbieten können.

Herzliche Grüße – und bleiben Sie vor allem gesund!
Wolfgang Heintschel und Christian Grams